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Gepostet by on Dez 29, 2012 in Recht, Urheberrecht | Keine Kommentare

Creative Commons Lizenzen benutzen

Creative Commons, übersetzt “Schöpferisches Gemeingut”, ist eine Non-Profit-Organisation mit Sitz in den USA. Ihr Ziel ist es, die Veröffentlichung und Verbreitung digitaler Medieninhalte unkompliziert und möglichst einfach zu ermöglichen. Dazu erstellt Creative Commons  für jedermann verständliche und einfach anzupassende Lizenzvereinbarung (CC-Lizenzen), die den Benutzer nichts kosten. Hinter Creative Commons stehen die Ideen des US-Professors Lawrence Lessig.

Man erkennt CC-Lizenzen an diesem Symbol:

Creative Commons ist weltweit extrem erfolgreich und wird tausendfach in mittlerweile 70 Länderversionen benutzt, weil das Urheberrecht mittlerweile jeden betrifft, der im Internet kreative Inhalte nutzt und verbreitet, das Urheberrecht selbst aber nicht einfacher oder leichter verständlich wurde. CC-Lizenzen ermöglichen es Urhebern, eine der sechs verschiedenen Standard-Lizenzverträge von Creative Commons zu nutzen, ohne Lizenzverhandlung um die rechtlichen Rahmenbedingungen zu führen. Durch die CC-Lizenzen wird ein klar definierter Urheberrechtschutz gewährt, bei gleichzeitiger Kontrolle darüber, was für Freiheiten erlaubt sind.

Das ist eine unglaubliche Erleichterung für alle Kreativen, um sich auf einfacherem Wege zu vermarkten und auf Inhalten anderer Kreativer aufzubauen. Insbesondere junge und unbekannte Künstler können unter einer freien Lizenz eine große Verbreitung ihrer Inhalte erzielen, da Nutzer über bestimmte Plattformen und Suchmaschinen bereits heute vielfach nach frei lizenzierten Inhalten suchen und darauf auch zugreifen können. Urheber benutzen diese CC-Lizenzverträge also in Eigenregie, um zu regeln, was mit ihren Inhalten und Werken passiert. Dabei wird Creative Commons nicht Vertragspartner.

Mittlerweile benutzen auch viele dieses freie Lizenmodell, um sich für die Idee des Open Access einzusetzen. Durch die Freigabe eigener Inhalte wird die Möglichkeit gegeben, allgemeines Kulturgut zu vermehren und zu bereichern, indem andere diese Inhalte aufgreifen und weiterentwickeln können.

CC-Lizenzen versus andere Standardlizenzen

  • Kostenlos: Es sind keinerlei Gebühren an Creative Commons zu zahlen
  • Direkt und unmittelbar: Creative Commons ist nicht als Vermittler an der Lizenzierung beteiligt
  • Baukasten: Die sechs CC-Linzen , die dem Rechteinhaber in Deutschland in der momentanen Version 3.0 zur Verfügung stehen, können beliebig aus vier verschiedenen Grundelementen zusammengesetzt werden.

Funktionsweise von CC-Lizenzen

CC-Lizenzen erlauben als so genannte “Jedermannlizenzen”  mehr als das deutsche Urheberrechtsgesetz . Von der Wahl des  CC-Lizenzvertrages hängt ab, wie Inhalte aus dem Internet bearbeitet, verbreitet oder auf sonst verwendet werden dürfen. Neben dem Symbol der CC-Lizenz steht die Lizenbeschreibung. Dies ist eine durch diese Lizenzmodule, die als Piktogramme oder als Kurzausdruck sehr starke Vereinfachung des eigentlichen Lizenzvertrages:

  1. Creative Commons Attribution icon (outdated)   oder      Creative Commons Attribution new icon    “BY” (Attribution), steht  für  Namensnennung. Bedingung: Der Nutzer verpflichtet sich, den Namen des Urhebers neben seinem Werk zu nennen und zusätzlich bei Songs und Videos den Werktitel. Eine Verlinkung zur Lizenzbeschreibung und zur Lizenz und ein Hinweis bei einer Bearbeitung hat ebenfalls zu erfolgen.
  2. Creative Commons Noncommercial icon    oder           “NC” (Non-Commercial), steht für Nicht-Kommerziell. Bedingung: Das Werk darf nicht zur Gewinnerzielung beitragen und somit nicht auf Blogs mit Werbung benutzt werden.
  3. Creative Commons No Derivative Works icon      “ND” (No-Derivatives) steht für Keine Bearbeitung. Bedingung: Das Werk darf nur so benutzt werden, wie es ist.
  4. Creative Commons Share Alike icon      “SA” (Share Alike) steht für Weitergabe unter gleichen Bedingungen. Bedingung: Das Werk darf bearbeitet werden. Dieses durch die Bearbeitung neu entstandene Werk darf aber nicht streng urheberrechtlich geschützt werden, sondern muss ebenfalls unter einer CC-Lizenz stehen.

Durch die Kombination dieser Piktogramme und der davon abhängenden Bedingungen ergeben sich die bereits erwähnten sechs unterschiedlichen CC-Lizenzen.

Der Lizenzvertrag wird häufig über die Lizenzbeschreibung verlinkt und enthält den rechtlichen Unterbau. Das ist der Lizenzvertrag für CC BY SA.

Man erkennt schon am Namen des jeweiligen CC-Lizenztyps, was die wichtigsten Bedingungen bei der Nutzung des Inhalts sind. Der einfachste CC-Lizenzvertrag verlangt vom Nutzer lediglich die Namensnennung des Urhebers/Rechteinhabers . Darüber hinaus können aber weitere Einschränkungen gemacht werden, je nach dem, ob der Rechteinhaber eine kommerzielle Nutzung zulassen will oder nicht, ob Bearbeitungen erlaubt sein sollen oder nicht und ob Bearbeitungen unter gleichen Bedingungen weitergegeben werden müssen oder nicht.

Lizenzbeschreibungen

Lizenzinhalt: Kostenlose Nutzung, Bearbeitung erlaubt, kommerzielle Nutzung erlaubt, Nennung des Rechteinhabers/Urhebers und Link zur Lizenz

Lizenzinhalt: Kostenlose Nutzung, Bearbeitung erlaubt, kommerzielle Nutzung erlaubt, Nennung des Rechteinhabers/Urhebers und Link zur Lizenz, Weitergabe von Bearbeitungen unter derselben CC-Lizenz

Lizenzinhalt: Kostenlose Nutzung, Bearbeitung nicht erlaubt, kommerzielle Nutzung erlaubt, Nennung des Rechteinhabers/Urhebers und Link zur Lizenz

Lizenzinhalt: Kostenlose Nutzung, Bearbeitung erlaubt, kommerzielle nicht Nutzung erlaubt, Nennung des Rechteinhabers/Urhebers und Link zur Lizenz

Lizenzinhalt: Kostenlose Nutzung, Bearbeitung erlaubt, kommerzielle Nutzung nicht erlaubt, Nennung des Rechteinhabers/Urhebers und Link zur Lizenz, Weitergabe von Bearbeitungen unter derselben CC-Lizenz

Lizenzinhalt: Kostenlose Nutzung, Bearbeitung nicht erlaubt, kommerzielle Nutzung nicht erlaubt, Nennung des Rechteinhabers/Urhebers und Link zur Lizenz, Weitergabe von Bearbeitungen unter derselben CC-Lizenz

Abwandlung von Lizenzen

CC-Lizenzen erlauben abweichende Einzelvereinbarungen. Wer beispielsweise das perfekte Foto für sich gefunden hat, dieses aber ein bißchen abwandeln möchte, obwohl die Lizenz dies nicht hergibt, fragt einfach den Urheber. Wenn dieser zustimmt, gibt es kein Problem! Es könnte aber sein, dass er Geld möchte. Dann treten beide in ganz normale Lizenzverhandlungen ein.

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