Pages Menu
TwitterRssFacebook
Categories Menu

Gepostet by on Mai 27, 2012 in Games, Medien | Keine Kommentare

Personal Games – Computerspiele machen nicht dumm

Personal Games

Lupo pixelio.de

Wir haben schon eine besondere Spielkultur in Deutschland, die einen festen Bestandteil unserer “German Geselligkeit” darstellt. Brettspiele jeder Art waren hierzulande immer schon erfolgreicher als anderswo und logischerweise ist auch die deutsche Entwicklerszene eine der größten der Welt. Computerspiele sind in der Welt allerdings die beliebteren Spiele, selbstverständlich auch in Deutschland.

Games als Teil der Evolution

Aber unabhängig davon, ob das Spiel an der Konsole oder am Tisch gespielt wird, sie sind alle wirklich typisch menschlich und sogar Teil unserer Evolution. Denn wir schulen damit unser Abstraktionsvermögen und lernen, Strategien in Modellform zu entwickeln, um sie auf die Realität übertragen zu können. Und das auch noch unter richtigem Zeitdruck.

Spielen hat noch nie dumm gemacht, ganz im Gegenteil. Wer Strategiespiele für Konsole und PC als gefährliche Ballerspiele geißelt, hat nicht verstanden, dass ihr Erfolg daher rührt, dass sie unser evolutionäres Belohnungssystem aktivieren und sich damit positiv auf die Gehirnleistung auswirken. Games bringen Schwung ins Gehirn, so siehts aus. Forscher der britischen Universität Rochester haben in einer Studie bestätigt, dass Computerspiele Kreativität und Wahrnehmung fördern und dafür sorgen, dass die Spieler auch im real life schneller und leichter Entscheidungen treffen können.

Je erfolgreicher ein Spiel ist, desto stärker entspricht es menschlichen Bedürfnissen. Alle, aber auch wirklich alle Spiele haben das Potential zum Lerninstrument. Dass es Spaß macht, ist die Belohnung unseres Gerhirn dafür, dass wir lernen und uns entwickeln, also für den Versuch, besser zu werden. Ganz einfach. Die Games sind gerade nicht so erfolgreich, weil wir damit aus der Realität entfliehen, sondern weil wir Realitäten erfahren können, die uns sonst nicht erschließbar wären.

Zukunft der Spiele: Personalisierung

Es geht dabei gerade nicht darum, wie realitätsnah diese Spielewelt aufgebaut ist. Die virtuelle Realität war nie die Zukunft der Games-Industrie, auch wenn man das sehr lange dachte. Tatsächlich geht es darum, ein Spielwelt zu kreieren, die es vermag, den Spieler ganz und gar hineinzuziehen und zu fesseln. Nicht die Grafik ist entscheidend, sondern die Spielqualität für den Einzelnen. Die Zukunft der Games wird nicht weiterhin in der Massenkompatibilität liegen, sondern in ihrer Individualisierbarkeit. Es werden Spiele entwickelt werden, die sich an Spieler anpassen können und somit singuläre Erfahrungswelten für den Einzelnen bieten. Jawoll, wir möchten singuläre Erfahrungswelten und sind bereit, dafür zu zahlen.

Computerspieleentwickler wie Will Wright, der “Papa” der SIMS arbeiten schon daran, Spielsysteme zu entwickeln, die direkten Einfluss auf die persönliche Realität des Spielers haben und seinen Alltag spielbar machen. Das ist auch die Idee hinter Gamification: Die evolutionären Anreize, die Spiele für Menschen so reizvoll und wichtig machen, auf das Alltagsleben übertragen, dass per se deutlich weniger reizvoll ist. Es bleibt abzuwarten, wie sich personalisierte Spiele auf unser Leben auswirken werden…

 

 

 

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>